Was macht eigentlich eine Koordinationsfachkraft im ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst?
Eine Frage, die uns oft begegnet. Und ehrlich gesagt ist die Antwort gar nicht so einfach, weil die Arbeit aus ganz vielen unterschiedlichen Aufgaben besteht.
Im Vordergrund steht das Kind mit seiner lebensverkürzenden Erkrankung und seiner Familie.
Wir lernen sie kennen, schauen gemeinsam, was sie gerade braucht und welche Unterstützung für sie passend sein könnte. Manchmal ist das ganz konkret – manchmal bedeutet es auch einfach, jemanden zu haben, der zuhört und mitträgt. Die Koordinationsfachkraft ist zu Hausbesuchen vor Ort und steht im telefonischen Austausch.
Dann sind da unsere Ehrenamtlichen, die mit viel Engagement in der Familienbegleitung aktiv sind und uns auch in der Öffentlichkeitsarbeit und im Fahrdienst mit viel Herz unterstützen. Wir bereiten sie auf ihre Aufgabe vor, begleiten sie in ihren Einsätzen und sind auch dann da, wenn Fragen oder Unsicherheiten entstehen. Regelmäßige Treffen werden von uns borbereitet und durchgeführt.
Dazu kommt die Zusammenarbeit mit vielen anderen Menschen und Diensten – zum Beispiel aus Medizin, Pflege, Therapie, Beratung oder Jugendhilfe, denn gute Kinderhospizarbeit funktioniert nicht allein.
Und manchmal ist die Situation auch ganz anders als geplant.
Der Allgemeinzustand eines Kindes verschlechtert sich, eine Familie gerät an ihre Grenzen oder es gibt plötzlich einen Unterstützungsbedarf, der vorher so nicht absehbar war. Dann heißt es: zuhören, sortieren, vermitteln und gemeinsam schauen, was jetzt gebraucht wird.
Vieles von unserer Arbeit sieht man von außen gar nicht.
Die Gespräche im Hintergrund.
Die Telefonate.
Die Absprachen.
Die Suche nach passenden Ehrenamtlichen.
Die Vernetzung.
Die Dokumentation.
Die Reflexion.
Und trotzdem ist genau das ein wichtiger Teil unserer Arbeit.
Koordination bedeutet vor allem: viele Fäden zusammenzuhalten – ohne dabei den Menschen aus dem Blick zu verlieren.


